Lebendfallen - Alles was Sie zu Lebendfallen wissen sollten

Geposted von David Lin am

Die Herbstzeit ist wieder die Zeit, wo sich ungebetene Gäste im Haus einfinden. Natürlich ist hier die Rede von unerwünschten Schädlingen und Nagetieren, die sich überall im Haus und Garten aufhalten und sich einnisten. In den kalten Tagen suchen sie bedingt durch ihre Natur ein warmes Plätzchen, um die kalten Tage bis zum kommenden Frühling zu überleben. So suchen sie sich Gartenhäuser, Stuben, Treppenhäuser, Keller, Dachböden und viele andere Orte, wo man nicht mit diesen Tieren rechnet.

 

Was kann man gegen diese Schädlinge tun?

Natürlich gibt es Schädlingsbekämpfungsfirmen, die einem helfen können. Jedoch ist der Einsatz von Gift und Chemie dabei oft unvermeidbar. Zuzüglich kommen die hohen Aufwandskosten hinzu. Aber ist das wirklich notwendig? Natürlich kann man die Schädlinge auf diese Art und Weise vernichten, jedoch ist es zugleich eine grausame Art der Schädlingsbekämpfung und alles andere als tierfreundlich.

Alternativ kann man die Schädlinge mit sogenannten Lebendfallen einfangen und dann wieder freilassen. Diese Methode ist nicht nur tierfreundlich, sondern auch noch ökonomisch.

Diese Methode der Schädlingsbekämpfung ist zwar nicht einfach und erfordert viel Geduld, aber sie ist kostengünstig und erfordert keinen Einsatz von Chemie und Giften, die unter Umständen selbst für Menschen schädlich sein können. Mit der Lebendfalle locken Sie die Tiere in einen Käfig und fangen sie somit lebendig ein. Diese können Sie dann wieder in der Wildnis entlassen.

Es gibt verschiedene Arten von Nagetiere. Von der kleinen Feldmaus bis zum Mader gibt es für jede Art von Nager  verschiedene Größen an Lebendfallen. Das schwerste in der Bekämpfung der Nagetiere ist das Identifizieren des Schädlings. Was für eine Art ist es und wie groß ist das Tier? Nachdem man das herausgefunden hat, kann man die richtige Lebendfalle entsprechend nutzen und einsetzen. Einige Lebendfallen haben einen Schnappmechanismus, wo die Tür zufällt, sobald der Köder bewegt wurde. Andere Lebendfallen haben wiederum einen sogenannten Pedal-Auslöser, das heißt es führt ein Weg in die Falle hinein, aber kein Weg wieder aus der Falle heraus. Es sei denn, das Tier wird von Menschenhand in die Wildnis befreit.

Beim Auswildern ist es ratsam, dass man sich dazu Handschuhe anzieht, um sich selbst vor dem Tier zu schützen. Nach dem das Tier in die Wildnis gelassen wurde, kann die Falle nach dem Ausspülen erneut verwendet werden.

Was ist bei der Nutzung von Lebendfallen zu beachten?

Als erstes sollte immer darauf geachtet werden, dass die Fallen mit ausreichend Nahrung und Flüssigkeiten ausgestattet sind. Tiere, die in die Falle laufen, bekommen in der Regel einen Schreck und sind sehr unruhig. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie regelmäßig nach der Falle schauen, ob sich ein Tier darin befindet oder nicht. Sollte sich ein Tier in der Falle befinden, dann ist es ratsam, dass Sie das Tier zeitnah in einer ca. 2 km Entfernung wieder auswildern, um das Tier nicht unnötig weiter zu stressen.

Welcher Köder eignet sich am besten für die Lebendfallen?

Hier kommt es ganz darauf an, was für ein Tier sie einfangen möchten. Jede Tierart hat seine eigene Vorliebe für Nahrung. Hier findet sich ein paar Beispiele, die als Köder für das entsprechende Tier in Frage kommen könnte.

 

Für Mäuse:

Mäuse lieben es süß und herzhaft, daher ist der Tipp ein Stück Brot oder Cracker mit Schokoladencreme oder ein Stück Salami.

Für Eichhörnchen:

Eichhörnchen sind fast Allesfresser. Der Geruch von Nüssen, Getreide, Samen, Kräuter, Obst und Gemüse ist sehr anlockend. Der Vorteil an Obst und Gemüse ist, dass diese Lebensmittel über einen Wasseranteil verfügen. Daher ist eine Kombination aus Obst, Gemüse und Nüssen oder Getreide, Samen etc. ratsam.

Für Hasen:

Hasen sind reine Pflanzenfresser, die sich von Gräsern, Blatt – und Wurzelgemüse ernähren. Obst steht zwar auch auf ihrer Speisekarte, doch erstrangig fressen sie lieber Gemüse.

Für Wühlmäuse:

Wühlmäuse sind ebenfalls reine Pflanzenfresser. Daher lassen Sie sich eher von pflanzlich basierten Ködern anlocken.

Für Wiesel und Netzköder:

Wiesel und Netzköder sind Fleischfresser. Daher ist es ratsam, eher frisches Fleisch, wie Leber, Hühnchen oder andere Innereien als Köder zu verwenden. Je frischer desto reizbarer und anlockender sind sie. Das abgepackte Fleisch vom Supermarkt ist da eher ungeeignet, weil es industriell gesäubert wird und somit an Frische verliert. Ebenfalls sollte Sie die Falle gut drapieren.

Für Katzen:

Jeder der eine Katze hat, weiß, dass keine genaue Formel für Katzenköder existiert. Katzen fühlen sich meist von strengriechenden Lebensmittel angezogen. Dazu zählen frischer Fisch, Thunfisch oder auch Katzenminze.

Für Waschbären:

Für viele sind Waschbaren Allesfresser, da sie eine Vielzahl an Lebensmittel fressen und wahrscheinlich der Nachbar im Dunkel sind, der die Mülltonnen durchwühlt. Daher eignet sich eigentlich die üblichen Lebensmittel, die man zuhause hat. Von Süßspeisen bis hin zu herzhaften Gerichten kann alles verwendet werden.

Für Hunde:

Hunde lieben Fleisch, daher könnte jeder Fleischart in Frage kommen. Wenn es kein Streuner ist, dann könnte auch das Lieblingsspielzeug des Hundes ausreichend als Köder dienen.

Für Füchse:

Füchse lieben stark riechende oder süße Lebensmittel, auch wenn sie den Ruf haben, Allesfresser zu sein. Daher sind frische Fische oder Thunfisch aus der Dose schon ausreichend oder auch süße Früchte.

Sehr wichtig ist, keine gekochten Hühnerknochen als Köder verwenden, da die sehr spitz werden und evtl. die Magenwände der Tiere verletzen könnten.


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